Der Kuss

 

Der Kuß

Der Menschheit größter Hochgenuß
ist ohne Zweifel wohl der Kuß.
Er ist beliebt, er macht vergnügt,
ob man ihn gibt, ob man ihn kriegt.
Er kostet nichts, ist unverbindlich
und er vollzieht sich immer mündlich.
Hat man die Absicht, daß man küßt,
so muß man erst mit Macht und List
den Abstand zu verringern trachten
und dann mit Blicken zärtlich schmachten.
Die Blicke werden tief und tiefer,
es nähern sich die Unterkiefer.
man pflegt dann mit geschloß’nen Augen
sich aneinander festzusaugen.
Jedoch nicht nur der Mund allein
braucht eines Kusses Ziel zu sein.
Man küßt die Wange und die Hände
und auch noch and’re Gegenstände,
die ringsherum mit Vorbedacht
sämtlich am Körper angebracht.
Auch wie man küßt, das ist verschieden
Im Norden, Osten, Westen, Süden.
So mit Bedacht und mit Gefühl,
der eine heiß, der and’re kühl.
Der eine haucht, der and’re schmatzt,
als ob ein alter Reifen platzt.
Hingegen wiederum der Keusche
vermeidet jegliche Geräusche.
Der eine kurz, der and’re länger,
den längsten nennt man Dauerbrenner.
Ein Kuß ist, wenn zwei Lippenlappen
in Liebe aufeinanderklappen
und dabei ein Geräusch entsteht,
als wenn die Kuh durch Matsche geht.

(Gerrit Engelke)

 

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Quelle Bild: storieamicizia.wordpress.com

Die Küsse

Der Neid, o Kind,
Zählt unsre Küsse;
Drum küß‘ geschwind
Ein Tausend Küsse;
Geschwind du mich!
Geschwind ich dich!
Geschwind, geschwind,
O Laura, küsse
Manch Tausend Küsse;
Damit er sich
Verzählen müsse.

(Gotthold Ephraim Lessing )

 

liebe-0168

Küß‘ mich, sonst küß’ ich dich!

Du bist mein und bist so zierlich,
du bist mein und so manierlich,
aber etwas fehlt dir noch:
Küssest mit so spitzen Lippen,
wie die Tauben Wasser nippen;
allzu zierlich bist du doch.

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

kuss2Quelle Bild: storieamicizia.wordpress.com

 

„Ein Kuß ist eine Sache, für die man beide Hände braucht.“

„Kein ehrlicher Mann wird einen geraubten Kuß für sich behalten;
er wird ihn sofort zurückgeben.“

(Mark Twain)

 

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Eine traurige Geschichte

Ein Hering liebt‘ eine Auster
Im kühlen Meeresgrund;
Es war sein Dichten und Trachten
Ein Kuß von ihren Mund.

Die Auster, die war spröde,
Sie blieb in ihrem Haus;
Ob der Hering sang und seufzte,
Sie schaute nicht heraus.

Nur eines Tags erschloß sie
Ihr duftig Schalenpaar;
Sie wollte im Meeresspiegel
Beschauen ihr Antlitz klar.

Schnell kam der Hering geschwommen,
Streckt seinen Kopf herein
Und dacht‘ an einem Kusse
In Ehren sich zu freun!

O Harung, armer Harung,
Wie schwer bist du blamiert!
– Sie schloß in Wut die Schalen,
Da war er guillotiniert.

Jetzt schwamm sein toter Leichnam
Wehmütig im grünen Meer
Und dachte: „In meinem Leben
Lieb‘ ich keine Auster mehr!“

(Joseph Victor von Scheffel)

Kinderkuss

 Noch ein paar Witze…

Honecker reist von einem Staatsbesuch aus der Sowjetunion ab. Nach dem Abflug schaut Tschernenkow noch lange dem Flugzeug nach. Da tippt ihm ein Begleiter auf die Schulter und sagt: „Genosse Tschernenkow, jetzt ist er doch weg. Darauf Tschernenkow: „Als Politiker ist er eine Null, aber küssen kann er…“

Wer hat Ihnen denn erlaubt, hier im Büro zu faulenzen“, meint der junge  Chef zu seiner Sekretärin,  „nur weil ich Ihnen mal einen Kuss gegeben  habe?“
„Mein Anwalt“, lächelt sie.

Die Mutter erwischt Lisa in ihrem Zimmer beim Knutschen.
„Was geht denn hier vor?“
Lisa: „Deine Uhr, Mama!“

 

Und ein Video…

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ajürgens

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